Workflows mit Visual Studio 2008 erstellen
Das Erstellen von Workflows mit dem 'alten' Visual Studio 2005 war keine leichte Sache und ehrlich gesagt habe ich mich damit immer etwas schwer getan. Mit dem neuen Visual Studio 2008 ist das Erstellen von Workflows jetzt viel einfacher geworden.
Dies beginnt bereits bei der Installation: einfach Visual Studio 2008 in einer Entwicklungsumgebung mit MOSS oder WSS installieren und darauf achten, dass die Visual Studio Tools for Office mitinstalliert werden. Empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig ist noch die Installation des .NET-Frameworks 3.5. Warum - dazu später mehr.
Nachdem die Installation fehlerfrei durchgelaufen ist, kann man bereits damit beginnen, einen ersten Workflow mit Visual Studio 2008 zu erstellen. Dazu geht man wie folgt vor:
1) Anlegen eines neuen Projekts vom Typ Sequentieller Sharepoint-Workflow. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass oben rechts in dem Projektauswahlfenster .NET Framework 3.5 ausgewählt ist.

2. Nachdem man einen Namen und einen Speicherort für das Projekt ausgewählt hat, startet der Wizzard mit seiner ersten Frage: wie soll der neue Workflow heißen und auf welcher lokalen Webseite soll der Workflow später getestet (Debugging) werden. An diesem Wizzard-Schritt sieht man schon, dass der Wizzard nicht für Remote-Debugging ausgelegt ist.

3) Im nächsten Schritt fragt der Wizzard nach der Liste, mit der der neue Workflow verknüpft werden soll und welche Verlaufs- und Aufgabenlisten verwendet werden sollen. Der Wizzard befüllt die Auswahlliste bereits mit den Listen, die er auf der Webseite aus dem 2. Schritt gefunden hat.

4) Im letzten Schritt fragt der Wizzard dann noch ab, wann der neue Workflow getriggert werden soll. Zur Auswahl stehen die bekannten manuellen und automatischen Trigger.

5) Wenn man im letzten Schritt auf den Button Fertig stellen klickt, dauert es nur kurz, bis der Wizzard ein erstes und lauffähiges (!) Grundgerüst für einen sequentiellen Sharepoint-Workflow erstellt hat.

Das dieses Grundgerüst bereits lauffähig ist, kann man ganz einfach ausprobieren: einfach F5 drücken und gespannt zusehen: Visual Studio 2008 wird zuerst den Code erstellen und danach das Deployment starten. Anschließend wird im Hintergrund ein IISRESET ausgeführt und danach wird der IE gestartet. Nach einer kurzen Wartezeit zeigt der IE die zuvor im Wizzard (Schritt 1) angegebene Webseite an. Nun kann man in der im zweiten Wizzard-Schritt angegebenen Liste einen neuen Eintrag hinzufügen. Hat man im letzten Wizzard-Schritt ein automatisches Triggern ausgewählt, wird der neue Workflow gestartet. Ansonsten muss man den neuen Workflow manuell durch das Kontextmenü des neuen Listeneintrags starten. Passieren wird natürlich noch nicht viel, aber man sollte bereits jetzt erkennen, dass der neue Workflow abgelaufen ist und erfolgreich beenndet wurde.
Nun kann man damit beginnen, eigene Logik in den neuen Workflow zu integrieren.
Nachdem ich jetzt schon ein paar Workflows mit dem neuen Visual Studio 2008 erstellt habe, muss ich zugeben, dass ich ziemlich begeistert bin. Das Erstellen eines Sharepoint-Workflows mit dem neuen Visual Studio 2008 ist jetzt fast so einfach geworden, wie das Erstellen eines Sharepoint-Workflows mit dem Sharepoint-Designer.
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